Ab 2022 GrindingHub in Stuttgart

Vom 17. bis 20. Mai 2022 find­et erst­mals in Stuttgart die Grind­ingHub statt. Sie ist die neue Leitmesse und das neue Zen­trum für die Schleiftech­nik. Aus­gerichtet wird sie, kün­ftig in einem Zwei­jahres-Tur­nus, vom VDW (Vere­in Deutsch­er Werkzeug­maschi­nen­fab­riken), Frank­furt am Main, in Koop­er­a­tion mit der Messe Stuttgart und in ideeller Träger­schaft des Indus­triesek­tors „Werkzeug­maschi­nen und Fer­ti­gung­stech­nik“ von Swiss­mem (Ver­band der Schweiz­er Maschinen‑, Elek­tro- und Met­allindus­trie). „Wir freuen uns sehr über den Auf­schlag dieses Dreierteams“, sagt Stephan Nell, Geschäfts­führer beim großen Schweiz­er Schleif­maschi­nen­her­steller Unit­ed Grind­ing Group in Bern. „Die Branche ist auf Wach­s­tum­skurs und benötigt ein inter­na­tionales Mess­eschaufen­ster, das ihre Kom­pe­tenz und ihre tech­nis­che Inno­va­tion­skraft angemessen präsen­tiert. Das vorgestellte Messekonzept für die Grind­ingHub hat mich direkt überzeugt“, bekräftigt er.

Die neue Fachmesse für die Schleiftech­nik punk­tet damit, dass sie inter­na­tion­al aus­gerichtet ist und in Stuttgart an einem zen­tralen, aus aller Welt her­vor­ra­gend erre­ich­baren Mess­e­s­tandort mit viel Poten­zial stat­tfind­en wird. Die Organ­isatoren brin­gen ein weltweites Net­zw­erk mit, sei es die Messe Stuttgart mit ihren zahlre­ichen Aus­land­vertre­tun­gen, der VDW mit sein­er Erfahrung in der Organ­i­sa­tion von EMO Han­nover und METAV sowie Kon­tak­ten in die Ver­bände aller namhaften Her­steller­na­tio­nen und Swiss­mem mit eben­falls großen Erfahrun­gen in der Organ­i­sa­tion von Gemein­schaftsstän­den auf den Met­all­bear­beitungsmessen in aller Welt. „Die geballte Kom­pe­tenz der Organ­isatoren ver­spricht beste Voraus­set­zun­gen für den Erfolg der neuen Grind­ingHub“, ist Jür­gen Hauger, Geschäfts­führer Ver­trieb bei den Vollmer Werken in Bib­er­ach, überzeugt.

Das Ange­bot der Grind­ingHub konzen­tri­ert sich auf die Bere­iche Tech­nolo­gie / Prozesse, Pro­duk­tiv­ität, Automa­tisierung und Dig­i­tal­isierung in der Schleiftech­nik. Darüber hin­aus ist geplant, spezielle Lösungen/Solutions in Son­der­ausstel­lun­gen zu präsen­tieren. „VDW und Messe Stuttgart sind in der Lage, mit tiefge­hen­dem Branchen- und Messe-Know-how ein ganzheitlich­es Konzept anzu­bi­eten. Das umfasst den Ver­trieb, die inter­na­tionale Ver­mark­tung über Medi­en­ar­beit, den Auf­bau reich­weit­en­stark­er Kom­mu­nika­tion­skanäle und die Ein­bindung inter­na­tionaler Medi­en­part­ner“, skizziert Roland Blein­roth, Geschäfts­führer der Messe Stuttgart, die Vorteile der neuen Grind­ingHub. Außer­dem arbeit­eten die bei­den Part­ner bere­its seit vie­len Jahren erfol­gre­ich und ver­trauensvoll zusam­men, sei es bei der AMB in Stuttgart, der AMB Iran oder der Mould­ing Expo, so Blein­roth. Der erste Schritt zur Inter­na­tion­al­isierung ist bere­its getan durch Ein­bindung von Swiss­mem als ideeller Träger. „Die Schweiz ist ein Big Play­er in der Schleiftech­nik“, begrün­det Christoph Blät­tler, Sec­re­tary Gen­er­al Machine Tool Man­u­fac­tur­ers bei Swiss­mem, sein Engage­ment. „Deshalb freuen wir uns sehr, beim Auf­bau dieses zukun­fts­gerichteten Konzepts dabei zu sein, unsere Erfahrun­gen im weltweit­en Messegeschäft ein­brin­gen und Impulse geben zu kön­nen“, bekräftigt er.

Zum Konzept gehört die Inte­gra­tion ein­er dig­i­tal­en Säule in die Ver­anstal­tung und die Ergänzung durch eine Webkon­ferenz in den unger­aden Jahren. „Mod­erne Messekonzepte müssen heute den zusät­zlichen Schritt ins Netz gehen und Online-For­mate anbi­eten, damit die Aussteller ihre inter­na­tionale Reich­weite erhöhen und mehr Sicht­barkeit erzeu­gen kön­nen“, sagt Dr. Wil­fried Schäfer, Geschäfts­führer des VDW. In der Nutzung dig­i­taler For­mate haben Messe Stuttgart und VDW bere­its umfan­gre­iche Erfahrun­gen gesam­melt. „Die Indus­tr­yAre­na als weit­er­er Part­ner für die Durch­führung des dig­i­tal­en Mes­seteils hat eben­falls vielfältige Erfahrun­gen und bringt mit mehr als ein­er hal­ben Mil­lion reg­istri­ert­er Nutzer aus aller Welt bere­its eine große und sehr pro­duk­tion­saffine Ziel­gruppe gle­ich mit“, beschreibt Schäfer einen weit­eren Pluspunkt.

Alle Part­ner sind überzeugt, mit der Grind­ingHub eine Messe an den Start zu brin­gen, die auch für kün­ftige Her­aus­forderun­gen der Branche gerüstet ist. 23 Mark­t­führer der Schleiftech­nikin­dus­trie haben im ersten Tre­f­fen zur Vorstel­lung der neuen Ver­anstal­tung ihre Teil­nahme zuge­sagt. Diese sind Agath­on, Anca, Blaser Swiss­lube, Buderus Schleiftech­nik, Danobat-Over­beck, DVS Group, DVS Tool­ing, Emag, Geibel&Hotz, Haas Schleif­maschi­nen, Hem­brug, Iso­ma, Kapp-Niles, Lieb­herr Verzah­n­tech­nik, Nax­os-Diskus, Präwe­ma, Reishauer AG, Rol­lo­mat­ic, Saacke, Sup­fi­na, Tschudin, Unit­ed Grind­ing, Vollmer.

Das ein­deutige Votum der Unternehmen, die an der Vorstel­lung des Konzepts teilgenom­men haben, bestätigt, dass wir damit den Nerv der Branche getrof­fen haben“, sagt Roland Blein­roth im Anschluss. „Wir freuen uns sehr über dieses Com­mit­ment und sind überzeugt, ab 2022 aus der Branche für die Branche einen höchst attrak­tiv­en Tre­ff­punkt für die Schleifind­us­trie in Stuttgart anzu­bi­eten“, fügt Wil­fried Schäfer hinzu.

Weit­ere Infor­ma­tio­nen: www.messe-stuttgart.de/grindinghub.

Hintergrund

In Deutsch­land gehört die Schleiftech­nik zu den Top‑4 Fer­ti­gungsver­fahren inner­halb der Werkzeug­maschi­nenin­dus­trie. 2020 hat die Branche Maschi­nen im Wert von 870 Mio. Euro pro­duziert. Fast 80 Prozent gin­gen in den Export, davon etwa die Hälfte nach Europa. Die größten Absatzmärk­te sind Chi­na, die USA und Frankre­ich. Unter den Top-Pro­duzen­ten führen Deutsch­land, Japan und die Schweiz die Wel­tran­gliste an. Weltweit pro­duzierte die Schleiftech­nik 2019 Maschi­nen im Wert von 4,9 Mrd. Euro.


Automation im Fokus

Beim Branch­enereig­nis der Pro­duk­tion­stech­nik METAV dig­i­tal vom 23. bis zum 26. März 2021 ste­hen Präzi­sion­swerkzeuge und Bear­beitungs­maschi­nen im Mit­telpunkt. Neben den Zerspanung­stech­nolo­gien bilden ins­beson­dere Automa­tion­slö­sun­gen für die wirtschaftlichere Pro­duk­tion einen weit­eren Schw­er­punkt. Die Automa­tion gilt als ein­er der entschei­den­den ‚Enabler‘ für mehr Wet­tbe­werb­s­fähigkeit, Pro­duk­tiv­ität und Fer­ti­gung­sop­ti­mierung. Nicht erst seit Indus­trie 4.0 hal­ten Automa­tisierungslö­sun­gen zunehmend Einzug in Fab­rikhallen und Fer­ti­gungs­be­triebe. Präzi­sion­swerkzeugher­steller, Werkzeug­maschi­ne­nan­bi­eter und zahlre­iche weit­ere Unternehmen, Organ­i­sa­tio­nen und Hochschulen mit Fer­ti­gung­sh­in­ter­grund nutzen seit mehr als 40 Jahren die METAV als Plat­tform für den Aus­tausch unter Pro­duk­tion­sex­perten – in diesem Jahr als echt­es und inter­ak­tives 3D-Erlebnis.

Innovativ Produktionskosten senken

Das The­ma Verzah­nung nimmt bei der Paul Horn GmbH auf der METAV dig­i­tal eine wichtige Stel­lung ein. Im Fokus ste­hen Werkzeuge sowohl zum Kegel­rad­verzah­nen als auch für das definierte Ent­grat­en von Verzah­nun­gen. „Weit­ere Neuheit­en aus den Bere­ichen Hochvorschubfräsen, Hochglanzzerspanung, Ein­stechen, Pro­fil­drehen sowie Stoßen wer­den eben­falls präsen­tiert“, kündigt Horn-Press­esprech­er und Leit­er Kom­mu­nika­tion Chris­t­ian Thiele an.

Robotik, Automa­tion und Dig­i­tal­isierung nehmen immer mehr zu, ergänzen in vie­len Bere­ichen sin­nvoll und lassen Stan­dort­nachteile im Ver­gle­ich zu Niedriglohn­län­dern schrumpfen. „Horn hat in enger Zusam­me­nar­beit mit der Kistler Gruppe eine weltweit einzi­gar­tige Lösung zur Echtzeit-Werkzeugüberwachung weit­er­en­twick­elt: Das inno­v­a­tive PTS-Sys­tem eignet sich beson­ders für den Ein­satz bei Drehbear­beitun­gen“, erläutert Thiele. „Hier sind alter­na­tive Mess­meth­o­d­en auf­grund der gerin­gen Abwe­ichun­gen unergiebig.“ Die Lösung erfordert keinen Ein­griff in die CNC-Steuerung. Der Ein­satz erfol­gt maschi­ne­nun­ab­hängig und benötigt nur wenig Platz in der Mas­chine. Mit dem Ein­satz des PTS sinken die Pro­duk­tion­skosten, die Fer­ti­gungska­paz­itäten steigen.

Automation bei Werkzeugmaschinen

Dig­i­tal­isierung der Werkzeug­maschi­nen ist in aller Munde – wir gestal­ten es immer bess­er, unkom­pliziert­er und zugänglich­er für die Anwen­der“, berichtet Dr. Ste­fan Han­sch, CEO der Emco GmbH. Ein gelun­ge­nes Beispiel dafür ist die Fir­ma Evva, Her­steller hochw­er­tiger Schließsys­teme, für die Emco mit ein­er Fräs­mas­chine die Dig­i­tal­isierung der Pro­duk­tion mit vorantrieb. Die Anforderun­gen an das neue Fer­ti­gungssys­tem waren sowohl eine hohe Flex­i­bil­ität für die pro­duk­tive Son­der­fer­ti­gung als auch die Möglichkeit, Seri­en­teile effizient zu pro­duzieren. Zen­trale Ele­mente bei diesem Pro­jekt waren neben der Werkzeug­mas­chine auch die flex­i­ble Soft­ware-Plat­tform Emcon­nect und ein Komplettautomatisierungspaket.

Aktuell hat Emco die erfol­gre­iche MMV-Serie erweit­ert. Die 5‑Achs-Fahrstän­der-Bear­beitungszen­tren (BAZ) gibt es mit ver­größerten Ver­fahrwe­gen (X= 4200 / 5200 / 6200 mm) und deck­en damit die gesteigerte Nach­frage in diesem Bere­ich ab. Die Anla­gen lassen sich für die Kom­plet­tbear­beitung großer und schw­er­er Teile in ein­er Auf­s­pan­nung ein­set­zen – für Werk­stücke bis zu 8.000 kg. Ein weit­eres High­light sind die Automa­tisierungsmöglichkeit­en bei den Uni­ver­sal-BAZ der Umill-Serie. Indi­vidu­elle Lösun­gen sind für einige Bear­beitungs­maschi­nen in fast allen Vari­anten möglich und kun­den­spez­i­fisch umset­zbar: zur Opti­mierung der Pro­duk­tiv­ität beispiel­sweise ein zweistöck­iger Lin­ear-Palet­ten­spe­ich­er. Oder die effizien­ten und flex­i­bel anpass­baren Automa­tion­slö­sun­gen für die kleineren Umill-Mod­elle, die mit kom­pak­ten Abmes­sun­gen, kurzen Ein­richt- und Rüstzeit­en sowie ein­fach­er Bedi­enung punk­ten. Diese Lösun­gen gibt es auch für die Drehmaschi­nen von Emco.

Die METAV dig­i­tal bietet uns in dieser her­aus­fordern­den Zeit eine sichere Plat­tform für den Aus­tausch mit Inter­essen­ten und Kun­den“, weiß der CEO des öster­re­ichis­chen Werkzeug­maschi­nen-her­stellers aus Hallein zu schätzen. „Das erset­zt den direk­ten Kon­takt natür­lich nicht, ist aber in dieser Zeit eine aus­geze­ich­nete Alter­na­tive, die wir gerne nutzen.“

Weltneuheiten auf der METAV digital

Auf der diesjähri­gen METAV stellen wir Welt­neuheit­en aus unser­er neuen Neologiq-Kam­pagne vor“, gibt Erich Tim­o­ns, CTO / Tech­nis­ch­er Leit­er und Mit­glied der Geschäft­sleitung beim Werkzeugspezial­is­ten Iscar Ger­many GmbH in Ettlin­gen, bere­its erste Ein­blicke. „Diese umfassen sowohl den Bere­ich Drehen und Stechen als auch Bohren und Fräsen. Darüber hin­aus gibt es inno­v­a­tive dig­i­tale Tools zu ent­deck­en.“. Ganz all­ge­mein sind Werkzeuge mit extrem hoher Pro­duk­tiv­ität ver­füg­bar. Dies umfasst im Speziellen auch Tools mit Sen­sorik. „Iscar hat Werkzeuge entwick­elt, die ohne Rüstzeit­en auskom­men. Des Weit­eren bieten wir Werkzeuge in allen Pro­duk­t­bere­ichen an, die sich bestens zur High Per­for­mance Cut­ting-Bear­beitung eignen“, geht Tim­o­ns weit­er ins Detail. Und wie sieht die derzeit­ige Entwick­lung mit Blick in die Zukun­ft aus? „Aktuell haben viele Unternehmen mit klein­er gewor­de­nen Los­größen zu kämpfen. Dadurch rück­en The­men wie Maschi­nen­rüstzeit­en immer mehr in den Fokus.“

Modulare Robotik für flexible Lösungen

Die Bedeu­tung inte­gra­tiv­er Lösun­gen mit durchgängiger Kon­nek­tiv­ität und weit­ge­hen­der Automa­tisierung sind für die pro­duzieren Unternehmen unter den Coro­na-Bedin­gun­gen noch ein­mal wichtiger gewor­den“, führt Prof. Dirk Bier­mann von der TU Dort­mund aus. Die effiziente und sichere Ver­net­zung von Men­schen, Maschi­nen und Unternehmen sei wesentlich zur über­ge­ord­neten Steigerung der Pro­duk­tiv­ität und Nach­haltigkeit, ger­ade jet­zt. „Für die kurzfristige Real­isierung sind deshalb Entwick­lun­gen von Schnittstel­len­stan­dards von über­ge­ord­neter Bedeu­tung“, so der Leit­er des Insti­tuts für Spanende Fer­ti­gung (ISF) und Mit­glied der WGP (Wis­senschaftlichen Gesellschaft für Pro­duk­tion­stech­nik). „Des Weit­eren gibt es inter­es­sante Entwick­lun­gen, die eine sichere Ver­ar­beitung und Analyse von sen­si­blen Dat­en lokal erlauben, sodass Daten­schutz für KI-basierte App­lika­tio­nen am Endgerät durch intel­li­gente Edge-Sys­teme gewährleis­tet wird.“

Die Möglichkeit­en in der Robotik und Automa­tion sind äußerst vielfältig und lassen sich zum Beispiel in Form von stan­dar­d­isierten Mod­ulen kostengün­stig für spez­i­fis­che Anwen­dun­gen kon­fig­uri­eren. Ins­beson­dere bei mod­u­laren Robot­er­sys­te­men ergeben sich her­vor­ra­gende Möglichkeit­en für flex­i­ble Lösun­gen, die zunehmend wichtiger wer­den. Unter dem Leitgedanken „Wir forschen für die Fab­rik der Zukun­ft“ betra­chtet die TU Dort­mund in inter­diszi­plinären Koop­er­a­tio­nen die unter­schiedlichen Her­aus­forderun­gen der indus­triellen Pro­duk­tion. Forschung­spro­jek­te wie das Graduiertenkol­leg „Anpas­sungsin­tel­li­genz von Fab­riken im dynamis­chen und kom­plex­en Umfeld“ oder der Son­der­forschungs­bere­ich „Ver­füg­barkeit von Infor­ma­tion durch Analyse unter Ressourcenbeschränkung“ erforschen Grund­la­gen, die im Rah­men von Indus­trieko­op­er­a­tio­nen in die Anwen­dung gebracht wer­den. Oder es sind neue Lösun­gen für spezielle Auf­gaben­stel­lun­gen, etwa die inte­gri­erte Schnei­d­kan­ten­prä­pa­ra­tion [Tool]prep auf Werkzeugschleif­maschi­nen. „Infolge der bekan­nten Ein­schränkun­gen existiert ein Nach­holbe­darf, aktuelle Pro­duk­tion­sen­twick­lun­gen sowohl vorzustellen als auch ken­nen­zuler­nen“, resümiert Dirk Bier­mann. „Die METAV dig­i­tal bietet hier­für eine her­vor­ra­gende Gelegenheit.“


Neue Unternehmenskultur in der smarten Fabrik

Die Dig­i­tal­isierung und Ver­net­zung ganz­er Werk­shallen und die neuen Abläufe in Indus­trie 4.0‑Szenarien stellen immer drän­gen­der die Frage, welche Rolle der Mitar­beit­er in dieser Umge­bung spielt und wie sein Vorge­set­zter mit ihm umge­hen muss. Vor allem die Dynamik in Pro­duk­tion­slin­ien, die durch Kün­stliche Intel­li­genz (KI)-unterstützt wer­den, bed­ingt, dass der Men­sch an der Mas­chine mit mehr Entschei­dungskom­pe­tenz und mehr Ver­ant­wor­tung aus­ges­tat­tet wer­den muss, als so manch­es Organ­i­gramm das heute vor­sieht. Die Führungskraft, ihrer­seits durch Algo­rith­men von Rou­tinetätigkeit­en ent­lastet, muss Abschied nehmen von den klas­sis­chen Kon­troll­funk­tio­nen und sich mehr in der Rolle des Coachs pro­fil­ieren. Indus­trie 4.0 wird weitre­ichen­dere Kon­se­quen­zen haben, als viele denken. Aber, und da sind sich die Experten einig, das sollte nie­man­den davon abhal­ten, mit der Dig­i­tal­isierung anz­u­fan­gen – bess­er heute als mor­gen. Die METAV dig­i­tal vom 23. bis 26. März 2021 präsen­tiert fol­glich viele Lösun­gen zu den The­men­feldern Indus­trie 4.0. und in der Folge Arbeit 4.0.

In den ver­gan­genen acht Jahren haben wir bei Indus­trie 4.0‑Projekten fest­gestellt: Tech­nol­o­gisch und planer­isch haben wir das gut konzip­iert, aber es muss vom Mitar­beit­er auch akzep­tiert wer­den“, gibt Prof. Gisela Lan­za, Lei­t­erin des wbk Insti­tuts für Pro­duk­tion­stech­nik im Karl­sruher Insti­tut für Tech­nolo­gie und Mit­glied der WGP (Wis­senschaftliche Gesellschaft für Pro­duk­tion­stech­nik), die Parole aus. Das The­ma Arbeit 4.0 hat sich wie selb­stver­ständlich auf die Agen­da geset­zt, die Wis­senschaftler mussten über Akzep­tanz, Moti­va­tion und neue Rol­len­verteilun­gen in der dig­i­tal­isierten Fab­rik nach­denken.  Ein­deutiges Ergeb­nis bis­lang: 100 Mil­lio­nen Euro schwere Förder­pro­gramme für Autonomik und Smart Ser­vices, 26 vom Bun­deswirtschaftsmin­is­teri­um geförderte Mit­tel­stand­skom­pe­tenzzen­tren und über 300 Anwen­dungs­beispiele in der Pro­duk­tion bestäti­gen auch im Zeital­ter von Algo­rith­men und kün­stlich­er Intel­li­genz die 2.500 Jahre alte Weisheit des griechis­chen Philosophen Pro­tago­ras: Der Men­sch ist das Maß aller Dinge.

Intelligente Systeme fördern auch die Motivation

In der Pro­duk­tion erfordern vor allem die Ist-Zeit-Steuerung und Algo­rith­mus gestützte Überwachung schnelle Entschei­dun­gen. Die ifp-Soft­ware GmbH in Aachen bietet ein Pro­gramm für die Ver­net­zung und Opti­mierung von Pro­duk­tion­sstraßen an. Die Fir­ma nutzt die METAV dig­i­tal gerne, um poten­ziellen neuen Kun­den die Möglichkeit­en aufzuzeigen. Mith­il­fe von Zeitrei­hen errech­net ein Algo­rith­mus wahrschein­liche Fehlerquellen und sendet sie in Sekun­den­schnelle zum Mechaniker. Das Sys­tem erre­icht bis zu 30 Prozent höhere Anla­gen­leis­tung – und motiviert zudem die Mitar­beit­er. Jörn Stein­beck, Co-Founder des Unternehmens, erläutert die Auswirkun­gen auf den All­t­ag im Shopfloor: „Wir arbeit­en in Ist-Zeit, ein gut trainiert­er Algo­rith­mus kann Sekun­den später Lösungsvorschläge aufzeigen.“ Wenn aber der Arbeit­er mit dieser Infor­ma­tion erst zum Meis­ter laufen müsse, um dessen Weisung einzu­holen, dann sei „der Zeitvor­sprung wieder ver­spielt“. Heißt im Klar­text: Um die Möglichkeit­en von KI-Anwen­dun­gen in der Prax­is voll auszuschöpfen, „muss der Mitar­beit­er weitre­ichen­der entschei­den dür­fen, aber auch mehr vom Gesamt­sys­tem ver­ste­hen.“ Stein­becks Schlussfol­gerung: „Wir kom­men weg von der Kon­trolle, hin zum Kon­text“. Oder in den Worten von Lan­za: „Der Mitar­beit­er braucht min­destens so viel Eigen­ver­ant­wor­tung, um den Fehler selb­st sofort zu beheben. “

Sebas­t­ian Wes­ki, Ver­trieb­sleit­er der Exapt Sys­temtech­nik GmbH in Aachen, macht ähn­liche Erfahrun­gen. Die Fir­ma entwick­elt und vertreibt seit 1967 CAM-Sys­teme und bietet zusät­zlich eine intel­li­gente Betrieb­smit­telver­wal­tung für die zerspanende Indus­trie. Das kom­plexe Pro­gramm hat unter anderem intel­li­gente Arbeitsabläufe hin­ter­legt, so dass Werkzeu­gan­forderun­gen, Lager­be­we­gun­gen und Rüstop­ti­mierun­gen automa­tisch ablaufen. Dadurch erre­icht die Soft­wareschmiede heute schon bis zu 30 Prozent Pro­duk­tiv­itätssteigerung, auf der METAV dig­i­tal kön­nen sich Inter­essierte die Lösun­gen vor­führen lassen. Auch hochmod­erne CAM-Anwen­dun­gen laufen nur dann effek­tiv, wenn der Men­sch an der Mas­chine eine größere Ver­ant­wor­tung und unmit­tel­bare Entschei­dungs­befug­nis hat. „Unser Sys­tem erlaubt einen Pro­belauf mit einem dig­i­tal­en Zwill­ing. Der Mechaniker kann sehr schnell sehen, ob die einge­set­zten Werkzeuge beispiel­sweise die Ober­fläche verkratzen oder ob der Vorschub zu groß ist. Dann meldet er das sofort an die CAD-Pro­gram­mier­er zurück. Wir verbinden mit unser­er Soft­ware die Men­schen an den unter­schiedlich­sten Sta­tio­nen im Zerspan­prozess“, erläutert Wes­ki. Und das heißt: Mehr Ver­ant­wor­tung, mehr Kom­pe­tenz, mehr Entschei­dungs­ge­walt für den Werk­er an der Maschine.

Kleine Losgrößen profitabel produzieren

Tausende ver­schieden­er Pro­duk­te und Vari­anten bis zu Los­größe eins zu fer­ti­gen, ohne kost­spielig Anla­gen umzurüsten“ – das ist die Vision bei Bosch Rexroth. Die Bosch Gruppe steigerte 2019 ihren Umsatz mit ver­net­zten Industrie‑4.0‑Lösungen für Fer­ti­gung und Logis­tik um 25 Prozent auf 750 Mio. Euro. Diese Vision ist nur mith­il­fe von intel­li­gen­ten Assis­ten­zsys­te­men zu erre­ichen. Doch auch die neueste Gen­er­a­tion von kol­la­bori­eren­den Indus­trier­o­bot­ern (Cobots) erfordert eine neue Unternehmen­skul­tur und flachere Entschei­dungsstruk­turen. Die Müller Maschi­nen­tech­nik GmbH aus Düren vertreibt Leicht­bau­ro­bot­er, die in den unter­schiedlichen Bere­ichen den Mechaniker unter­stützt. Rund um die Appa­rate hat sich ein „Ökosys­tem“ aus ver­schieden­sten Werkzeu­gen entwick­elt – die eis­er­nen Helfer laden, palet­tieren, schweißen, fräsen, schleifen, je nach Anforderung. Inter­essierte kön­nen sich die ganze Band­bre­ite der Ein­satzmöglichkeit­en gerne auf der METAV dig­i­tal vor­führen lassen. Pas­cal Klee, Verkauf­sleit­er Automa­tion, betont: „Ein Cobot soll mit dem Men­schen zusam­me­nar­beit­en. Gemein­sam kön­nen sie dann statt nur ein­er Mas­chine eine ganze Pro­duk­tion­sein­heit bedi­enen.“ Es gehe um „Net­work­ing“, nicht darum, den men­schlichen Kol­le­gen zu erset­zen. Im Gegen­teil: Die Möglichkeit, in Koop­er­a­tion auch kleine Los­größen prof­ita­bel herzustellen, geben dem Unternehmen den entschei­den­den Wettbewerbsvorteil.

KI-Agent entlastet von Routine

Doch nicht nur der Pro­duk­tion­s­mi­tar­beit­er, auch sein Vorge­set­zter sieht sich mit grund­sät­zlich neuen Anforderun­gen kon­fron­tiert. Im inter­diszi­plinären Ver­bund­pro­jekt teamIn ver­suchen Forsch­er der WGP in Koop­er­a­tion mit zwei Indus­trie­un­ternehmen her­auszufind­en, wie dig­i­tale Tech­nolo­gien und KI sin­nvoll in den Pro­duk­tion­sprozess inte­gri­ert wer­den kön­nen. Die Wis­senschaftler haben vor allem die neue Rolle der Führungskraft im Fokus und ver­fol­gen vier Teilziele: Es gilt, geeignete dig­i­tale Leitungsin­stru­mente zu entwick­eln, einen KI-Agen­ten, der Vorge­set­zte von alltäglich­er Rou­tine ent­lastet. Zudem hat sich das Team vorgenom­men, mod­erne Führungssys­teme zu gestal­ten und die Auswirkun­gen auf Rol­len­bilder und Kom­pe­ten­zan­forderun­gen zu unter­suchen. Im let­zten Schritt entwer­fen die Wis­senschaftler einen kom­plet­ten Trans­for­ma­tion­sprozess. Die Ergeb­nisse wer­den in Lern­werk­stät­ten einge­spielt und sind dann allen in Deutsch­land ansäs­si­gen Unternehmen zugänglich. Gisela Lan­za erläutert: „Fir­men­vertreter kön­nen hier mit den Pilot­fir­men in den Aus­tausch gehen, sich inspiri­eren lassen. In einem Best-Prac­tice Beispiel sieht der Betrieb, welche Ele­mente und Tools es gibt, um sie dann an die eigene Prob­lem­stel­lung anzu­passen.“ In den Werk­stät­ten simulieren die Forsch­er sog­ar in ein­er Spielumge­bung neue Hier­ar­chiemod­elle, wenn zum Beispiel kein Chef mehr da ist und die Mitar­beit­er den Shopfloor selb­st organ­isieren müssen.

Optimalität trotz Dezentralität

Einige Trends kön­nen die Wis­senschaftler heute schon aus­machen: Die Sys­tem­gren­zen für den Einzel­nen wer­den aus­geweit­et. „Der Mechaniker, der bish­er nur eine Mas­chine bedi­ent hat, wird in Zukun­ft die ganze Lin­ie orchestri­eren“, fasst Lan­za zusam­men, „der Meis­ter wird statt nur der Lin­ie das ganze Werk betreuen, und der Werk­sleit­er ist ver­ant­wortlich für die gesamte Sup­ply Chain.“ Jörn Stein­beck steuert Erfahrun­gen aus der Prax­is bei: „Unsere intel­li­gen­ten Sys­teme sam­meln Erfahrungswis­sen an, das früher beim Meis­ter ange­siedelt war. Ein gut trainiert­er Algo­rith­mus demokratisiert Fachwissen.“

Das hat natür­lich Auswirkun­gen auf die Unternehmen­skul­tur. Klas­sis­che Top-Down-Entschei­dungswege und kom­plexe Hier­ar­chien sind für agile, von Algo­rith­men und intel­li­gen­ten Assis­ten­zsys­te­men unter­stützte Pro­duk­tion­s­grup­pen zu schw­er­fäl­lig. Schon die Qual­itätssicherung bringt herkömm­liche Instru­men­tarien an ihre Gren­zen – Monat­sre­ports tau­gen wenig, wenn die Soft­ware Fehler und Anom­alien in Ist-Zeit meldet. Die Führungskraft selb­st wan­delt sich vom Anweis­er zum Coach. Die ler­nen­den Sys­teme übernehmen mehr und mehr die klas­sis­che Lösungskom­pe­tenz des Meis­ters, die Arbeit­er an der Mas­chine lösen viele Prob­leme selb­st. Dafür brauchen sie den Vorge­set­zten weniger als Kon­trol­linstanz, eher als Assis­tenz und Hil­festel­lung. Lan­za pos­tuliert: „Früher dacht­en wir, nur zen­trale Ein­heit­en arbeit­en effek­tiv, in Zukun­ft aber entste­ht Opti­mal­ität trotz Dezentralität.“


CIMT 2021: Virtuelles Format für deutsche Messebeteiligung

Ger­many online @ CIMT 2021, ein neues virtuelles For­mat, ergänzt die Messepräsenz der deutschen Aussteller auf Chi­nas größter Werkzeug­maschi­nen­messe in Peking, die vom 12. bis 17. April 2021 im Chi­na Inter­na­tion­al Exhi­bi­tion Cen­ter stat­tfind­et. Mit der dig­i­tal­en Erweiterung Ger­many online @ CIMT 2021 bekom­men die deutschen Unternehmen zusät­zlich zum eigentlichen Mess­e­s­tand eine Online-Plat­tform, um ihre Pro­duk­te und Ser­vices umfan­gre­ich zu präsen­tieren. Besuch­ern ermöglicht sie, sich über ihren Messebe­such hin­aus Infor­ma­tio­nen einzuholen. 

Zudem kön­nen sich Inter­essen­ten, denen es dieses Jahr auf­grund der COVID-19-Ein­schränkun­gen nicht möglich ist, an der Messe teilzunehmen, so auf den neuesten Stand zu den Spitzen­tech­nolo­gien der deutschen Werkzeug­maschi­nen­fir­men brin­gen, beste­hende Geschäft­skon­tak­te pfle­gen und neue knüpfen. 

Um so viel wie möglich aus dem neuen For­mat her­auszu­holen, startet Ger­many online @ CIMT 2021 bere­its vor der eigentlichen Messe und wird bis Mitte 2021 laufen. Damit hil­ft das Tool Ausstellern und Besuch­ern, ihren Messebe­such opti­mal vor- und nachzu­bere­it­en. Hier geht’s zur Plat­tform: www.german-group-cimt.com


Offene Community bringt Werkzeugmaschinenindustrie voran: umati auf der METAV digital

Maschi­nen ver­schieden­er Her­steller lassen sich mit ‚umati‘ sich­er, ein­fach und prob­lem­los mit den dig­i­tal­en Lösun­gen des Kun­den verbinden. Basierend auf OPC UA als ‚Welt­sprache für die Pro­duk­tion‘ vere­in­facht sich damit die Anbindung von Werkzeug­maschi­nen an fer­ti­gungsna­he IT-Sys­teme erhe­blich. Vom 23. bis zum 26. März 2021 beteiligt sich das 2017 vom VDW (Vere­in Deutsch­er Werkzeug­maschi­nen­fab­riken) ins Leben gerufene Bünd­nis an der METAV dig­i­tal. Experten geben dabei umfan­gre­iche Ein­blicke in diese weg­weisende Ini­tia­tive für die Fertigungsindustrie.

umati (uni­ver­sal machine tech­nol­o­gy inter­face) hat sich zum Ziel geset­zt, eine weltweit sicht­bare Com­mu­ni­ty zu wer­den, die sich für die gemein­same Ver­mark­tung und Nutzung offen­er Schnittstel­len­stan­dards auf Basis von OPC UA für den Maschi­nen- und Anla­gen­bau ein­set­zt. Ins­beson­dere geht es darum, Werkzeug­maschi­nen per ‚plug and work‘ – ver­gle­ich­bar mit ein­er USB-Schnittstelle im Con­sumer-Bere­ich – an über­ge­ord­nete IT-Sys­teme anzu­binden. Dabei bildet OPC UA den tech­nis­chen Rahmen.

Mith­il­fe von OPC UA wird der Date­naus­tausch zwis­chen Maschi­nen und Sys­te­men stan­dar­d­isiert und für die Nutzer vere­in­facht. Com­pan­ion Spec­i­fi­ca­tions stan­dar­d­isieren wiederum die Daten­mod­elle für gle­ichar­tige Maschi­nen und Sys­teme. Sie leg­en fest, welche Dat­en aus­ge­tauscht wer­den. OPC UA stellt im Kon­text von Indus­trie 4.0 eine Schlüs­sel­tech­nolo­gie dar, weil Maschi­nen unter­schiedlich­er Anbi­eter diesel­ben Daten­struk­turen liefern und emp­fan­gen. Die Anbindung an andere Maschi­nen oder über­ge­ord­nete Steuerungs- und Pla­nungssys­teme vere­in­facht sich damit entschei­dend. Let­ztlich erlaubt eine vere­in­heitlichte Schnittstelle die schnellere Umset­zung kun­denin­di­vidu­eller Projekte.

umati mit eigen­em Messestand

Auf der METAV dig­i­tal gibt es einen virtuellen umati-Gemein­schafts­stand, auf dem sich die Com­mu­ni­ty präsen­tiert. Am zen­tralen umati-Infor­ma­tion­s­stand erhal­ten Inter­essierte auf Basis der real geliefer­ten Dat­en Ein­blicke in die Bear­beitungsin­for­ma­tio­nen der ange­bun­de­nen Maschi­nen­her­steller. „umati lebt davon, dass Anwen­der die Datenkon­nek­tiv­ität unmit­tel­bar erleben“, weiß Dr. Alexan­der Broos, Leit­er Forschung und Tech­nik beim VDW. „Deshalb sind die virtuellen Mess­es­tände und realen Maschi­nen über das umati-eigene Dash­board unter https://umati.app miteinan­der ver­bun­den. Über das jew­eilige Link-Sym­bol sind die Dat­en live ein­se­hbar. Somit ver­fol­gen die Messebe­such­er das Bear­beitungs­geschehen ohne Verzögerung.“

Am zen­tralen umati-Stand ste­hen sowohl Broos als auch Götz Görisch vom VDW-Bere­ich Forschung und Tech­nik sowie die Kol­le­gen und Kol­legin­nen des Insti­tuts für Steuerung­stech­nik der Werkzeug­maschi­nen und Fer­ti­gung­sein­rich­tun­gen (ISW) der Uni­ver­sität Stuttgart für tiefer­ge­hende Infor­ma­tio­nen zu umati und OPC UA für Fra­gen und Anre­gun­gen zur Verfügung.

An ver­schiede­nen weit­eren Stän­den rund um die ‚umati-Zen­trale‘ zeigen die beteiligten Part­nerun­ternehmen ihre eige­nen Maschi­nen und Lösun­gen. Inter­essen­ten bewe­gen sich zu den Mess­es­tän­den, holen sich dort detail­lierte Infor­ma­tio­nen von den Her­stellern ab, kön­nen Ansprech­part­ner kon­tak­tieren sowie mit ihnen kom­mu­nizieren und sich die ange­bun­de­nen Bear­beitungs­maschi­nen anschauen. Des Weit­eren lassen sich im Vis­itenkarten­por­tal gegen­seit­ig Kon­tak­t­dat­en aus­tauschen; über Chat oder Videokon­ferenz ist hier Inter­ak­tion möglich und auch gewünscht.

Voll­ständi­ger Blick auf Maschi­nen- und Werkzeugdaten

Es ist eine gute und kluge Entschei­dung des VDW, die METAV als virtuelle Messe stat­tfind­en zu lassen und damit eine Lücke in der aktuellen Mes­se­land­schaft zu schließen“, betont Dr. Ste­fan Brand, Geschäfts­führer der Vollmer Gruppe aus Bib­er­ach. „Die ‚METAV dig­i­tal 2021‘ erlaubt es Vollmer trotz Coro­na, unsere jüng­sten Inno­va­tio­nen einem inter­na­tionalen Messepub­likum zu präsen­tieren. Und sie zeigt zugle­ich auf mehreren Ebe­nen, wie wichtig inzwis­chen die Dig­i­tal­isierung für den Maschi­nen­bau gewor­den ist. Neben der virtuellen Kom­mu­nika­tion zwis­chen Men­schen geht es auch um die dig­i­tale Verbindung von Maschi­nen, Anla­gen und Soft­ware als Schlüs­sel zur mod­er­nen Fer­ti­gung. Deshalb ist Vollmer seit 2018 Part­ner der umati-Ini­tia­tive und arbeit­et eng mit anderen Maschi­nen­bauern zusam­men. Dank umati kön­nen wir garantieren, dass sich Vollmer Schärf­maschi­nen her­stellerun­ab­hängig mit anderen Maschi­nen ver­net­zen lassen – ein­fach, naht­los und sich­er. Dadurch erzie­len Unternehmen einen ganzheitlichen Blick auf Maschi­nen- und Werkzeug­dat­en, um nicht nur Maschi­nen­zustände zu überwachen, son­dern auch Fer­ti­gung und Qual­ität von Werkzeu­gen zu steigern.“

Maschi­nen viel ein­fach­er integrieren

Die Sys­tem­inte­gra­tion von Maschi­nen in das Pro­duk­tion­sum­feld ist ein­er der wichtig­sten aktuellen Trends in der Fer­ti­gung – Stich­wort Indus­trie 4.0 – mit dem Ziel, aus den gewonnenen Dat­en einen Mehrw­ert für den Kun­den zur weit­eren Opti­mierung sein­er Pro­duk­tion zu schaf­fen“, weiß Gün­ter Pum­berg­er, Prod­uct Man­ag­er Dig­i­tal­i­sa­tion bei der Emco GmbH im öster­re­ichis­chen Hallein. „Um diesen Schritt für alle beteiligten Part­ner zu erle­ichtern, unter­stützt Emco die Entwick­lung und Etablierung eines offe­nen Indus­tri­e­s­tandards für die ein­fache Maschi­nen­in­te­gra­tion beim Kun­den: umati bietet für uns die Möglichkeit, dieses Ziel zeit- und kosten­ef­fizient für eine bre­ite Kun­den­ba­sis zu erre­ichen. Durch die große Beteili­gung an der her­stellerüber­greifend­en Stan­dar­d­isierung ist abse­hbar, dass dank umati offene Stan­dards bald in zahlre­iche Anwen­dungssys­teme, wie etwa MES-Lösun­gen, einziehen wer­den.  Dass dies Stan­dard erhe­bliche Vorteile und Erle­ichterun­gen bringt, wird auf der METAV dig­i­tal zu erleben sein.“

Kon­nek­tiv­ität zunehmend wichtiger

Kon­nek­tiv­ität und ein uneingeschränk­ter Daten­fluss wer­den in Zeit­en von Indus­trie 4.0 immer wichtiger. Um unsere Kun­den mit allen erforder­lichen Werkzeu­gen für die zukün­ftige Pro­duk­tion zu rüsten, benöti­gen wir eine Schnittstelle, die Dat­en ver­schieden­ster Maschi­nen und Steuerun­gen bis hin zu unter­schiedlich­sten Anwen­dun­gen ohne kun­den­spez­i­fis­che Anpas­sun­gen ermöglicht“, berichtet Jür­gen Kläs­er, Senior Man­ag­er FA / IT von der Oku­ma Europe GmbH mit Sitz in Krefeld. „umati hil­ft dabei, die einzige uni­verselle Werkzeug­maschi­nen-Daten­schnittstelle für Indus­trie 4.0 durchzuset­zen, die einen Über­tra­gungssta­tus auf dem Kom­mu­nika­tion­s­stan­dard OPC UA nutzt und dabei eine sichere Datenüber­tra­gung lokal und zu Cloud-Plat­tfor­men gewährleis­tet. Wir sind stolz ein Teil dieser Entwick­lung zu sein und diese Tech­nolo­gie auf der ersten dig­i­tal­en METAV vorzustellen.“

Nutzen für umati-Teilnehmer

Über den part­ner­schaftlichen Aus­tausch und die Unter­stützung von umati lassen sich sowohl eine her­stellerun­ab­hängige Kom­mu­nika­tion von Werkzeug- und Bear­beitungs­maschi­nen vorantreiben als auch die Pro­duk­tion­sprozesse als Teil ein­er starken Gemein­schaft vere­in­fachen. Des Weit­eren kön­nen durch die stan­dar­d­isierte Kom­mu­nika­tion über entsprechende OPC UA-Stan­dards auch Maschi­nen aus anderen Branchen ange­bun­den wer­den und damit einen Mehrw­ert bieten – davon prof­i­tieren nicht nur die Her­steller, son­dern auch die Kun­den direkt. Diese ein­heitliche Kom­mu­nika­tion hil­ft zusät­zlich, Arbeitsabläufe zu vere­in­heitlichen und zu ratio­nal­isieren. Das bietet Poten­zial für eine immense Steigerung der Effizienz und Pro­duk­tiv­ität. Des Weit­eren erweit­ert umati das inter­na­tionale Net­zw­erk der Her­steller über Branchen­gren­zen hin­weg. So kann die Gemein­schaft ihr Know-how im Aus­tausch mit Experten aus anderen Branchen verbessern und neue Märk­te erschließen. Last but not least ist die dig­i­tale Trans­for­ma­tion auf einen sicheren Date­naus­tausch angewiesen. Auf umati aus­gerichtete Pro­duk­te kön­nen den Anspruch erfüllen, die dig­i­tale Fab­rik wider­stands­fähig, intel­li­gent und prof­ita­bel zu gestalten.

Weit­ere Infor­ma­tio­nen: www.metav-digital.de


METAV digital steht in den Startlöchern

Mor­gen ist es so weit: Die METAV dig­i­tal unter dem Mot­to „Net­work­ing ein­fach dreifach“ geht an den Start. Knapp 80 Aussteller aus sechs Län­dern wer­den dabei sein. Sie ist die erste, auss­chließlich dig­i­tale Ver­anstal­tung für die Met­all­bear­beitung des VDW (Vere­in Deutsch­er Werkzeug­maschi­nen­fab­riken), Frank­furt am Main.

Vom 23. bis 26. März konzen­tri­eren wir uns im World Wide Web unter www.metav-digital.de auss­chließlich auf die Gener­ierung von Leads“, sagt Dr. Wil­fried Schäfer, Geschäfts­führer des VDW. „Da drückt unsere Aussteller der Schuh nach wie vor am aller­meis­ten: fehlen­der Kun­denkon­takt und sehr eingeschränk­te Möglichkeit­en, Geschäft zu gener­ieren“, so Schäfer weit­er. Drei Anlauf­punk­te gibt es für die Fachbe­such­er auf der METAV dig­i­tal, mit den Fir­men in Kon­takt zu treten, sich schlau zu machen, zu fra­gen, zu disku­tieren und ein­fach zu net­zw­erken. Mit Match­mak­ing, 3D-Mess­es­tän­den und rund 35 Fachvorträ­gen zu Pro­duk­ten und Lösun­gen für die Fer­ti­gung erhal­ten sie ein vielfältiges Pro­gramm. Sie kön­nen sich ganz darauf konzen­tri­eren, was die Aussteller ihnen zu bieten haben.

3D-METAV zum Erlebnis machen

Diese bere­it­en sich aktuell auf die METAV dig­i­tal vor, richt­en ihren Stand ein und pla­nen ihre Kom­mu­nika­tion während der Messe. „Denn darauf kommt es mehr als auf jed­er Präsenzmesse an, den Besuch­er zu fes­seln, ihn zu über­raschen und damit an das eigene Ange­bot zu binden“, weiß Schäfer vom VDW. Dafür ste­hen auf der METAV dig­i­tal viele Werkzeuge zur Ver­fü­gung, etwa bewegte Pro­duk­t­bilder, 3D-Pro­duk­t­bilder, Pro­dukt- oder Prozess­filme, ergänzt um Pro­duk­t­in­for­ma­tio­nen, Mediatheken, Pressemit­teilun­gen, Stel­lenanzeigen oder andere hil­fre­iche Down­loads. „Fachbe­such­er kön­nen sich auf jeden Fall über­raschen lassen vom kreativ­en Auftritt und den Ange­boten der METAV-Aussteller“, wirbt Schäfer für den METAV-Besuch.

umati-Demonstrator macht Datenkonnektivität erlebbar

Ein High­light neben den Stän­den der Aussteller ist der umati-Gemein­schafts-stand. Zwölf Part­ner (Deutsche Telekom IoT, Emco, IFW Han­nover, IT-Engi­neer­ing, ISW Stuttgart, Kapp, Heller, Oku­ma, Orches­tra, Profiroll, Vollmer, Xet­ics) präsen­tieren, wie die stan­dar­d­isierte Daten­schnittstelle für die Maschi­nenkom­mu­nika­tion in der Prax­is funk­tion­iert. Kern­stück ist der umati-Demon­stra­tor. Er beste­ht aus einem Daten­hub, an den Maschi­nen live ange­bun­den sind, sowie aus einem eige­nen Dash­board. „umati lebt davon, dass Anwen­der die auf OPC UA basierende Datenkon­nek­tiv­ität unmit­tel­bar erleben“, weiß Dr. Alexan­der Broos, Leit­er Forschung und Tech­nik beim VDW. „Deshalb sind die virtuellen Mess­es­tände und reale Maschi­nen über das umati-eigene Dash­board miteinan­der ver­bun­den. Über das jew­eilige Link-Sym­bol an den Mess­es­tän­den sind die Dat­en live ein­se­hbar. Somit ver­fol­gen die Messebe­such­er ohne Verzögerung das Bear­beitungs­geschehen“, beschreibt Broos den Auftritt. Inter­essen­ten kön­nen sich zwis­chen umati-Haupt­stand und den Part­ner­stän­den bewe­gen und sich dort detail­lierte Infor­ma­tio­nen von den Her­stellern abholen. Sie kön­nen Ansprech­per­so­n­en kon­tak­tieren und im Vis­itenkarten­por­tal Kon­tak­t­dat­en aus­tauschen. Abgerun­det wird der umati-Auftritt durch eine Rei­he von Web-Ses­sions am Don­ner­stag, den 25. März 2021, ab 15:00 Uhr sowie am Fre­itag, den 26. März 2021, ab 10:00 Uhr. Hinzu kom­men „Meet the Experts“-Gesprächsrunden, die über den umati-Zen­tral­stand ange­boten werden.

Mit digitalen Präsentationen Lehrkräfte und Ausbilder erreichen

Auch die Nach­wuchss­tiftung Maschi­nen­bau wird mit ihren zahlre­ichen Ange­boten für Unternehmen und Berufs­bildende Schulen in den virtuell bege­hbaren Hallen der METAV dig­i­tal vertreten sein. Im Fokus ste­ht die Lern­plat­tform MLS (Mobile Learn­ing in Smart Fac­to­ries). Rund 180 Aus­bilderin­nen und Aus­bilder sowie 270 Lehrkräfte haben sich bere­its im Rah­men des Pro­jek­tes NRWgoes.digital mit MLS zu den neuesten Tech­nolo­gien von Indus­trie 4.0 qual­i­fiziert. „Damit fördert die Nach­wuchss­tiftung Maschi­nen­bau den Wis­senstrans­fer aus Forschung, Lehre und Wirtschaft in die beru­fliche Bil­dung und unter­stützt eine zukun­fts­gerichtete Aus­bil­dung junger Nach­wuchs­fachkräfte“, sagt André Wilms, Stan­dortleit­er der Nach­wuchss­tiftung Maschi­nen­bau in Biele­feld. In welch­er Phase sich die Qual­i­fizierung­sof­fen­sive ger­ade befind­et, was die Tech­nolo­gie-High­lights der Qual­i­fizierung sind und an welchen Schulen die Zusatzqual­i­fika­tion „Dig­i­tale Fer­ti­gung­sprozesse“ bere­its umge­set­zt wird – das und vieles mehr erfahren Besuch­er, vor­rangig Lehrer und Aus­bilder, auf dem virtuellen Mess­e­s­tand der Nach­wuchss­tiftung Maschinenbau.

Web-Sessions sind etabliertes Format

Bish­er hat der VDW seit Juni ver­gan­genen Jahres über 170 Web-Ses­sions mit Erfolg ver­anstal­tet. Das Konzept hat sich bewährt und funk­tion­iert sowohl für Ref­er­enten als auch die Teil­nehmer tadel­los. Deshalb bietet die METAV dig­i­tal den Ausstellern neben den 3D-Mess­es­tän­den die Web-Ses­sions als weit­ere Bühne an. Die Besuch­er erwartet an den vier Mes­se­ta­gen ein straffes Pro­gramm mit rund 35 Vorträ­gen. Dabei wir des um Automa­tisierung und Hand­habung, Dien­stleis­tun­gen, Dig­i­tal­isierung, Kom­po­nen­ten und Zube­hör, Präzi­sion­swerkzeuge, Soft­ware, Steuerun­gen und Sen­sorik, Werkzeug­maschi­nen und Sys­teme sowie umati gehen. Nach jedem 20minütigen Vor­trag kön­nen die Teil­nehmer zehn Minuten Fra­gen stellen und The­men disku­tieren. Darüber hin­aus kön­nen sie im Nach­gang Ter­mine vere­in­baren und bilat­er­al mit den Ref­er­enten in Kon­takt treten. „Ein­fach­er und effizien­ter als mit einem Besuch der METAV dig­i­tal kön­nen sich Fer­ti­gung­sex­perten nicht auf den neuesten Stand der Pro­duk­tion­slö­sun­gen brin­gen“, fasst Schäfer vom VDW den Vorteil für METAV-Besuch­er zusam­men. „Unser Anspruch ist es, ein möglichst reales Messeer­leb­nis im Netz abzu­bilden und unseren Kun­den, Besuch­ern wie Ausstellern, damit auch den Nutzen ein­er Präsen­zver­anstal­tung zu ver­mit­teln“, betont er abschließend.

Kostenlose Eintrittskarten

Für Besuch­er ist der Ein­tritt zur METAV dig­i­tal kosten­los. Hier kön­nen Sie sich zur Teil­nahme anmelden: METAV dig­i­tal Webseite


Der VDW-Podcast: Zukunftsfähige Industrie für und mit Menschen

Der VDW startet mit neuer Pod­cast-Rei­he / Folge 1 zur resilien­ten Produktion

Der VDW (Vere­in Deutsch­er Werkzeug­maschi­nen-fab­riken) küm­mert sich um The­men, die unsere Indus­trie – und damit den Wohl­stand unseres Lan­des – zukun­fts­fähig hal­ten. Um mit aktuellen, gesellschaftlich rel­e­van­ten The­men möglichst viele Men­schen zu erre­ichen, öffnet er sich ein­mal mehr neuen Medi­en. Ab heute startet er die Pod­cast-Rei­he Tech Affair – Indus­try for Future, bei der Vertreter aus Wirtschaft und Wis­senschaft an einem Tisch sitzen und über neueste Entwick­lun­gen und Ideen für eine Indus­trie mit und für Men­schen debat­tieren. „Die deutsche Indus­trie ist ein wichtiger Eckpfeil­er für unser aller Wohl­stand“, gibt Dr. Wil­fried Schäfer, Geschäfts­führer des VDW, zu bedenken. „Die Unternehmen ste­hen vor großen Her­aus­forderun­gen. Mit Tech Affair wollen wir daher Mei­n­un­gen und Lösun­gen zu diesem The­ma für jeden ver­ständlich transportieren.“

Nur jedes fün­fte Unternehmen in Deutsch­land zählt zum pro­duzieren­den Gewerbe, doch gemein­sam erwirtschaften sie fast 45 Prozent der Brut­tow­ertschöp­fung. Die Bedeu­tung der Pro­duk­tion für den Wohl­stand in unserem Land kann also kaum über­schätzt wer­den. In der Öffentlichkeit ist diese Tat­sache jedoch nur wenig präsent. Um möglichst viele Men­schen für The­men rund um die Indus­trie zu inter­essieren, hat sich der VDW entsch­ieden, Pod­casts als weit­eres Medi­um zu nutzen. Tech Affair wid­met sich Fra­gen wie: Welche neuen Tech­nolo­gien haben das Zeug, unsere Indus­trie nach­haltig zukun­fts­fähig zu machen? Wie sehen mor­gen unsere Arbeit­splätze aus? Ler­nen wir aus den Krisen unser­er Zeit? Mit der Covid-19-Pan­demie haben der­lei The­men qua­si über Nacht eine ungeah­nte Dringlichkeit erhalten.

Resilienz – Was heißt das mit Blick auf die Produktion?

Die erste Folge von Tech Affair: „Resilienz – Wege zur krisen­festen Indus­trie“, die heute online gegan­gen ist, wid­met sich dem bran­dak­tuellen The­ma der Resilienz – ein Begriff, der den meis­ten wohl aus der Medi­zin oder Psy­cholo­gie bekan­nt ist. Er ste­ht für psy­chis­che Wider­stand­skraft und die Fähigkeit, schwierige Lebenssi­t­u­a­tio­nen ohne größere Beein-träch­ti­gun­gen zu meis­tern. Resiliente Pro­duk­tion ist in den ver­gan­genen Jahren zu einem neuen Schlag­wort gewor­den, das beschreibt, wie Unternehmen ihre Pro­duk­tion aus­richt­en kön­nen, um gegen Krisen gewapp­net zu sein und weniger störan­fäl­lig auf Änderun­gen in ihrem Umfeld zu reagieren.

Es gibt konkrete Maß­nah­men, die Fir­men ergreifen kön­nen, um resilien­ter und damit krisen-fes­ter zu wer­den. Hierzu debat­tieren bei Tech Affair ein Wis­senschaftler, eine Unternehmens-vertreterin und ein Berater, die jew­eils ganz eigene Erfahrun­gen aus der derzeit­i­gen Coro­na-Krise gezo­gen haben.

Prof. Peter Nyhuis, Vor­standsmit­glied in der WGP (Wis­senschaftlichen Gesellschaft für Pro­duk­tion­stech­nik) und Leit­er des Insti­tuts für Fab­rikan­la­gen und Logis­tik (IFA) der Leib­niz-Uni­ver­sität Han­nover, erläutert darin die Prinzip­i­en ein­er Pro­duk­tion­s­pla­nung und ‑steuerung (PPS), die weniger störan­fäl­lig auf ein­brechende Märk­te und weg­brechende Liefer­ket­ten reagiert. Er forscht seit vie­len Jahren zur Wand­lungs­fähigkeit und Agilität von pro­duzieren­den Unternehmen. Mehrere WGP-Insti­tute haben unter sein­er Leitung kür­zlich eine PPS-Studie her­aus­ge­bracht, die das brach­liegende Poten­zial ein­er opti­malen Pla­nung und Steuerung der Pro­duk­tion ins­beson­dere auch für Krisen­zeit­en aufzeigen.

Diese Forschungsan­sätze ergänzen Dr. Tobias Heinen, Geschäfts­führer und Grün­der der Gre­an GmbH in Han­nover. Er berät Unternehmen, wenn es darum geht, die Pro­duk­tion effizien­ter und resilien­ter zu machen. Sein­er Erfahrung nach hat Covid-19 unter anderem zu ein­er neuen, sich gegen­seit­ig befruch­t­en­den Gesprächs­bere­itschaft unter Unternehmern geführt. Er betont aber auch, dass bes­timmte Kon­stan­ten in der Pro­duk­tion nun keine Kon­stan­ten mehr sind. Melanie Wendt, Bere­ich­slei­t­erin für Fer­ti­gung, Kon­struk­tion und Logis­tik bei Engie Axi­ma in Ham­burg, einem Zulief­er­er im Schiffs­bau, kann dem nur beipflicht­en und zeigt konkrete Beispiele auf, bei denen ein Über­denken bish­eriger Gegeben­heit­en sog­ar zu effizien­teren, kostengün­stigeren und umweltscho­nen­deren Prozessen geführt hat.

Bei dem VDW-Pod­cast Tech Affair geht es nicht nur um span­nende Gespräche, son­dern auch um einen echt­en Mehrw­ert. Die erste Folge „Resilienz – Wege zur krisen­festen Indus­trie“ gibt denn auch weit­er­führende Infor­ma­tio­nen mit auf den Weg. Denn seien es Pan­demien, Wirtschafts- oder ökol­o­gis­che Wen­depunk­te: Die näch­ste Krise – darin sind sich die meis­ten Experten einig – kann gravieren­der aus­fall­en als die derzeitige.

Der Pod­cast zum Anhören: www.techaffair.de

BU: Mod­er­a­torin des VDW-Pod­cast Ste­fanie Burmeis­ter (links im Bild), Techniker

Nico­las Söh­nel-Cordt (rechts im Bild). Quelle VDW

Autorin und weit­ere Infor­ma­tio­nen: Ger­da Kneifel, VDW-Presse- und Öffentlichkeit­sar­beit, Tel. +49 69 756081–32, g.kneifel@vdw.de.


METAV 2020 reloaded geht im März 2021 an den Start

Nach der erfol­gre­ichen Durch­führung des Car­a­van Salons in Düs­sel­dorf mit einem gut durch­dacht­en und funk­tion­ieren­den Hygien­ekonzept – Cha­peau an die Kol­legin­nen und Kol­le­gen – sind wir sehr zuver­sichtlich, auch die METAV 2020 reloaded an den Start brin­gen zu kön­nen“, sagt Dr. Wil­fried Schäfer, Geschäfts­führer beim METAV-Ver­anstal­ter VDW (Vere­in Deutsch­er Werkzeug­maschi­nen­fab­riken) in Frank­furt am Main. Die Messe musste auf­grund der Coro­na-Pan­demie vom März 2020 auf den März 2021 ver­schoben wer­den. Sie find­et nun­mehr vom 23. bis 26. März in den Hallen 5, 6 und 7a statt.

Mit dem neuen Hygienekonzept der Messe Düsseldorf kann die METAV reloaded im nächsten Jahr stattfinden.
Mit dem neuen Hygien­ekonzept der Messe Düs­sel­dorf kann die METAV reloaded im näch­sten Jahr stattfinden.

Die Hallen sind aus­ge­bucht, denn die METAV 2020 reloaded wird dann die erste bedeu­tende Messe für die Zerspanung seit über einem Jahr in Deutsch­land sein. Die Aussteller fiebern darauf, endlich wieder mit Kun­den in den per­sön­lichen Kon­takt zu treten“, so Schäfer weit­er. Für eine erfol­gre­iche Durch­führung der METAV 2020 reloaded spricht zum jet­zi­gen Zeit­punkt, dass sie schw­er­punk­t­mäßig auf den deutschen Markt abzielt. „90 Prozent der Besuch­er kamen bei der let­zten Ver­anstal­tung aus dem Inland“, sagt Schäfer. „Sie kön­nen, ähn­lich wie beim Car­a­van Salon, ihren Messebe­such sehr gut pla­nen, kön­nen die Sit­u­a­tion vor Ort gut ein­schätzen und sind nicht von Reise­war­nun­gen betroffen.“

Über 400 Aussteller der METAV 2020 aus 25 Län­dern sind der Ver­anstal­tung treu geblieben und wer­den auch 2021 dabei sein. Allerd­ings müssen sie in andere Hallen auf dem Düs­sel­dor­fer Messegelände einziehen als ursprünglich geplant. „Das hat jet­zt den großen Vorteil, dass wir die Messe kom­plett neu auf­pla­nen müssen und dabei allen behördlichen Anforderun­gen mit unserem Hygiene- und Infek­tion­ss­chutzkonzept nachkom­men kön­nen“, sagt Mar­tin Göbel, Leit­er Messen im VDW. Grund­lage dafür ist das Konzept Pro­tac­tion der Messe Düs­sel­dorf, das beim Car­a­van Salon seine Feuer­taufe bestanden hat. Es umfasst unter anderem den auss­chließlichen Verkauf von Online-Tick­ets, damit keine Wartezeit­en an den Kassen entste­hen und kein Bargeld aus­ge­tauscht wer­den muss. Zudem wird die Zahl der Besuch­er über die gesamte Laufzeit kanal­isiert. Pro Tag wird eine Höch­st­gren­ze definiert. In den Hallen selb­st gibt es bre­it­ere Gänge und eine Wege­führung wie im Straßen­verkehr, damit der Min­destab­stand einge­hal­ten wer­den kann. In den Hallen wird die Luft regelmäßig aus­ge­tauscht, so dass Frischluftqual­ität garantiert ist. Daneben gibt es noch eine Vielzahl weit­er­er Sicher­heits­maß­nah­men, die das Tra­gen des Mund-Nasen-Schutzes, das Ver­hal­ten im Restau­rant, den Weg zur Messe und zurück und vieles mehr betr­e­f­fen. „Wir sind überzeugt, mit der Umset­zung dieses Konzepts die Gesund­heit von Besuch­ern, Ausstellern und Mitar­beit­ern best­möglich zu schützen“, sagt Göbel.

Daniel Set­ka, Leit­er Mar­ket­ing bei der J.G. Weiss­er Söhne GmbH in St. Geor­gen, freut sich auf die METAV 2020 reloaded: „Nach­dem viele Messen bed­ingt durch die Coro­na-Pan­demie abge­sagt wer­den mussten, freuen wir uns nun wieder über die Möglichkeit zum per­sön­lichen von Aus­tausch mit unseren Kun­den und Inter­essen­ten. Es ist an der Zeit, dass Messen ihren Zweck als Impuls­ge­ber und Begeg­nungsplat­tfor­men wieder erfüllen. Die METAV bietet eine fan­tastis­che Basis, um unsere Pro­duk­te und Lösun­gen einem bre­it­en, fachkundi­gen Pub­likum präsen­tieren zu kön­nen. Die Qual­ität der METAV-Besuch­er und der Gespräche ist immer sehr hoch.“

Opti­mistisch ist auch Chris­t­ian Thiele, Leit­er Kom­mu­nika­tion der Paul Horn GmbH in Tübin­gen: „Die ersten Messen und Ver­anstal­tun­gen, die seit Beginn der Coro­na-Pan­demie wieder stat­tfan­den, haben gezeigt: Präsen­zver­anstal­tun­gen kön­nen wieder erfol­gre­ich sein – mit Hygien­ekonzept und vertret­baren Ein­schränkun­gen. Die besten Lösun­gen entste­hen nun ein­mal weit­er­hin im per­sön­lichen Dia­log und genau hier spie­len Messen auch kün­ftig ihre Stärken aus. Aus diesem Grund freuen wir uns auch über die Sig­nale unser­er Kun­den, nach Düs­sel­dorf zu kom­men. Ich bin überzeugt, dass die METAV 2020 reloaded für Besuch­er und Aussteller gle­icher­maßen eine sichere und ver­ant­wor­tungsvolle Plat­tform bietet, in den Dia­log zu treten und gemein­sam zum opti­malen Ergeb­nis zu kommen.“

Die METAV 2020 reloaded wird im Rah­men­pro­gramm die The­men Dig­i­tal­isierung und Automa­tisierung, Start-ups und Schnittstel­lenkom­mu­nika­tion mit umati auf­greifen. Darüber hin­aus wer­den aktuelle Trends the­ma­tisiert, die derzeit noch in Pla­nung sind.

Bis zur METAV 2020 reloaded lädt der VDW ein­mal pro Monat zu The­men­t­a­gen im Rah­men der METAV Web-Ses­sions ein. Den Auf­takt machen die The­men­t­age Soft­ware am 06. und 07. Okto­ber. Die The­men­t­age bieten den METAV-Ausstellern eine sehr gute Möglichkeit, im Vor­feld der Ver­anstal­tung ihre Pro­duk­te und Lösun­gen exk­lu­siv ins Ram­p­en­licht zu rück­en und Fachbe­such­er neugierig zu machen. Den Besuch­ern wiederum erlaubt die Teil­nahme an den METAV Web-Ses­sions eine sehr viel geziel­tere Vor­bere­itung ihres Messebe­suchs, denn sie kön­nen bere­its vor­ab ihre indi­vidu­ellen Fra­gen und Prob­leme im Chat adressieren, die dann auf der Messe im per­sön­lichen Gespräch disku­tiert werden.


Fünf Tage und 100 Vorträge später: METAV-Aussteller können auch im Web-Format begeistern

Die METAV Web-Ses­sions haben ihre Feuer­taufe mit Bravour bestanden. Nicht nur inhaltlich wurde unter dem Mot­to „let’s talk about inno­va­tion“ eine Menge Inter­es­santes zu vielfälti­gen The­men und Trends in der Pro­duk­tion geboten, auch tech­nisch lief dieses erste virtuelle Großereig­nis in der Met­all­bear­beitung weit­ge­hend rei­bungs­los ab.

Stephanie Simon, Projektreferentin VDW
Stephanie Simon, Pro­jek­tre­f­er­entin VDW

Über 80 Aussteller der METAV 2020 reloaded haben sich in der ver­gan­genen Woche ihren Kun­den in jew­eils 30-minüti­gen Web-Ses­sions, teils in Englisch präsen­tiert. Die Vorträge informierten über alles, was wichtig ist in der Pro­duk­tion, von der Maschi­nen­hard­ware über die Soft­ware, von den Kom­po­nen­ten bis zu den Dienstleistungen.

Dass dies gut angekom­men ist, zeigte sich am Ende der Woche. Jed­er der knapp 1.600 Besuch­er aus über 60 Län­dern hat im Schnitt etwas über drei Ses­sions besucht. Ins­ge­samt wur­den etwa 5.000 Ses­sions gebucht. „Das Feed­back aller Beteiligten war außeror­dentlich pos­i­tiv und zeigt, dass unsere Aussteller ihre Kun­den auch im Web-For­mat begeis­tern kön­nen“, freut sich Stephanie Simon, Pro­jek­tre­f­er­entin Messen beim Ver­anstal­ter VDW und Organ­isatorin der METAV Web-Ses­sions.

Alma Zich­n­er beispiel­sweise, beim Soft­wa­reen­twick­ler PSI in Berlin für Mar­ket­ing ver­ant­wortlich, sagt: „Die METAV Web-Ses­sions waren durch ihre schnelle Pla­nung und Umset­zung eine gute Möglichkeit, mit unseren Kun­den in Kon­takt zu treten. In der Vor­bere­itung unser­er Ref­er­enten auf diese dig­i­tale Vor­trags­form haben wir uns super unter­stützt gefühlt. Die Länge der Vorträge macht das For­mat span­nend und kompakt.“

Und Philipp Dahlhaus, Leit­er Pro­duk­t­man­age­ment bei der Paul Horn GmbH in Tübin­gen, ergänzt: „Die METAV Web-Ses­sion ist in diesen außergewöhn­lichen Zeit­en eine sehr gute Möglichkeit, unseren Kun­den und Inter­essen­ten aktuelle The­men näherzubrin­gen. Auch der rei­bungslose Ablauf hat uns überzeugt.“

Vor­ange­gan­gen war eine inten­sive Kam­pagne, um die Ver­anstal­tung weltweit bekan­nt zu machen. Auf­grund der kurzen Vor­bere­itungszeit wurde sie haupt­säch­lich über Online-Kanäle ver­bre­it­et. Dabei haben die teil­nehmenden Fir­men kräftig unter­stützt, in dem sie ihre Kun­den eben­falls inten­siv informiert und ein­ge­laden haben. „Das hat sich wirk­lich gelohnt“, resümiert Simon. Reg­istri­ert hat­ten sich Kun­den aus A wie Argen­tinien bis W wie Weißrus­s­land. Spitzen­re­it­er waren nach Deutsch­land die Besucher­grup­pen aus Indi­en, der Schweiz, Öster­re­ich, Spanien und den Nieder­lan­den. Dabei waren manche Fir­men in Klassen­stärke vertreten. Auch Vertreter illus­tr­er Namen waren dabei wie etwa ABB, BFW aus Indi­en, BMW, Daim­ler, Fes­to, HP, Kami aus Süd­ko­rea bis hin zu Lieb­herr und Linde weltweit.

Durch ihr For­mat, vie­len Anbi­etern ähn­lich wie auf der realen METAV nebeneinan­der eine Plat­tform zu bieten, ist es mit den METAV Web-Ses­sions gelun­gen, einen Span­nungs­bo­gen aufzubauen. Er soll bis zur METAV 2020 reloaded im März des kom­menden Jahres fort­geschrieben wer­den. „In dieser Krisen­phase haben uns die Web-Ses­sions ermöglicht, neben unseren Kun­den auch ein bre­it­eres Pub­likum anzus­prechen. Die METAV Web-Ses­sions schaf­fen nicht nur ein gemein­sames Forum für ver­schiedene Aussteller, son­dern bün­deln auch dig­i­tale Ange­bote unter ein­er Marke”, bestätige Char­lotte Bre­itwieser, Mar­ket­inglei­t­erin bei der Datron AG in Darm­stadt. Chris­t­ian Weil­er, Leit­er Entwick­lung, Indus­trie-Part­ner GmbH Rade­beul-Coswig, sagt abschließend: „Auch wenn das dig­i­tale For­mat zunächst unge­wohnt ist, sind wir froh über diese Möglichkeit und wür­den wieder daran teilnehmen.”

Weit­ere Web-Ses­sions geplant

Die Gele­gen­heit dazu wird sich bald ergeben. „In regelmäßi­gen Abstän­den wird der VDW bis zur METAV 2020 reloaded aktuelle Mes­sethe­men in ein­tägi­gen Ses­sions ver­tiefen“, kündigt VDW-Geschäfts­führer Dr. Wil­fried Schäfer an.  In Kürze werde das Konzept dazu veröf­fentlicht und zeit­nah die Ein­ladun­gen verschickt.

Weit­ere Infor­ma­tio­nen: Stephanie Simon, Pro­jek­tre­f­er­entin Messen im VDW, Tel. +49 69 756081–53, s.simon@vdw.de.


Lage der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie sehr angespannt

Im ersten Quar­tal 2020 sank der Auf­trag­sein­gang der deutschen Werkzeug­maschi­nenin­dus­trie im Ver­gle­ich zum Vor­jahreszeitraum um 25 Prozent. Dabei gin­gen die Bestel­lun­gen aus dem Inland um 22 Prozent zurück. Die Aus­land­sor­ders ver­loren 27 Prozent.

War die Werkzeug­maschi­nen­nach­frage im ver­gan­genen Jahr auf­grund ver­schieden­er Frik­tio­nen in der Weltwirtschaft bere­its stark rück­läu­fig, ist sie zu Beginn des laufend­en Jahres weit­er gefall­en“, kom­men­tiert Dr. Wil­fried Schäfer, Geschäfts­führer des VDW (Vere­in Deutsch­er Werkzeug­maschi­nen­fab­riken), Frank­furt am Main, das Ergeb­nis. Und dabei sei der Coro­na-Effekt in den Büch­ern noch gar nicht richtig spür­bar. Er werde erst in den kom­menden Monat­en durch­schla­gen, so Schäfer.

Der Auf­tragsrück­gang fällt in der Zerspanung­stech­nik, die einen bre­it­en Kun­denkreis bedi­ent, mehr als dop­pelt so hoch aus wie in der pro­jek­t­getriebe­nen Umformtech­nik. Einen kleinen Licht­blick bietet das Inlands­geschäft am aktuellen Rand. Es ist über­raschend stark um 4 Prozent gestiegen. Dies ist vornehm­lich auf Bestel­lun­gen von Bear­beitungszen­tren und Pressen zurückzuführen.

Region­al betra­chtet sind nur die Bestel­lun­gen aus Ameri­ka, speziell aus Mexiko, im ersten Quar­tal auf­grund von Auto­mo­bil­pro­jek­ten im Plus. Unter den Top-15 Märk­ten haben die Bestel­lun­gen aus sechs Län­dern zugelegt. Das sind die USA, Mexiko, Rus­s­land, Japan, Kana­da und die Nieder­lande. „Rus­s­land war einst der drittgrößte Markt für unsere Branche. Durch die Wirtschaftssank­tio­nen waren die Geschäfte stark rück­läu­fig. Umso erfreulich­er, dass Rus­s­land jet­zt in der Krise einen pos­i­tiv­en Beitrag leis­ten kann“, berichtet Schäfer.

Der Umsatz ist im ersten Quar­tal eben­falls um 18 Prozent gefall­en. „Das entspricht genau unser­er Prog­nose vom Feb­ru­ar dieses Jahres“, fährt Schäfer fort. „Die Entwick­lung der Aufträge zeigt jedoch bere­its jet­zt, dass dies nicht reichen wird. Derzeit gehen wir davon aus, dass sich die Lage im zweit­en Hal­b­jahr verbessert, voraus­ge­set­zt die Lock-down-Regelun­gen wer­den weit­er zurück­ge­fahren und die Pro­duk­tion nor­mal­isiert sich. Davon wird abhän­gen, wo die Branche Ende des Jahres ste­hen wird“, sagt er abschließend.